Mittwoch, 29. Juni 2011

Schmackhafte Campingküche


Wanderer und Biker die ein paar Tage oder Wochen unterwegs sind, freuen sich über schmackhafte und satt machende Mahlzeiten zum Mittag – oder Abendessen . Ist man zudem noch fernab von Dörfern, Städten und Einkaufsmöglichkeiten unterwegs, füllen sich die Packtaschen oder der Rucksack schnell mit Vorräten um ein paar Tage autark in der „Wildnis“ zu leben. Als ehemaliger Koch bin ich immer auf der Suche nach Möglichkeiten die Campingküche so lecker wie möglich zu gestalten, doch nicht unnötig das Gewicht im Rucksack in die Höhe zu treiben.

Auf dem Markt für Fertiggerichte, die auf die Bedürfnisse von Radfahrern, Wanderern und Bergsteigern etc. abgestimmt sind tummeln sich einige Firmen. In loser Folge möchte ich hier verschiedene Anbieter vorstellen, die ich auf meinen Touren oder zu Hause getestet habe oder testen werde.

Ich möchte mit einer Neuentdeckung anfangen, die nicht unbedingt in Outdoor Shops zu finden ist.

Die Pfannengerichte von Davert begleiten mich seit letztem Jahr auf meinen Touren. Um genauer zu sein, seitdem ich regelmässig auf meinem Hobokocher das Essen zubereite. Davert verwendet für seine Pfannengerichte ausschliesslich Produkte aus biologisch kontrolliertem Anbau. Und das schmeckt man. Basis sind verschiedene Getreidesorten, wie Basmatireis, Bulgur, Hirse & Rundkornreis. Je nach Rezept werden getrocknete Gemüse und ausgefallene Gewürze verwendet. Dazu zählen u.a.: Curry, Petersilie, Kreuzkümmel, Pfeffer, Paprikapulver, Koriander, Zimt, Chilipulver, Knoblauchpulver, Kurkuma, Safran und Zitronengras. Diese Gewürzmischungen machen die Pfannengerichte so lecker, dass ich sie mir auch im Alltag zubereite. Auch ohne frisch hinzugefügtes Gemüse, stellen diese Pfannengerichte mit hohem Getreideanteil eine vollwertige Mahlzeit dar. Mit 200 g Trockengewicht bekommt man nach 15-20 min köcheln zwei vollwertige satt machende Portionen. ( pro Teller ca. 350-400g /Abtropfgewicht)

Der Nachteil an diesen Gerichten ist die „lange“ Kochzeit. Wobei man hier von köcheln reden muss, was auf einem Gas oder Benzinkocher Brennstoff spart und umsetzbar ist.

Auf dem Hobokocher macht die lange Garzeit gar nichts, denn in der Regel steht mir genügend Brennstoff in Form von kleinen Ästen zur Verfügung. Um eine solche Mahlzeit zuzubereiten, benötige ich lediglich zwei Hände voll trockenes Brennmaterial ( Äste mit 4-10 mm Stärke, die man mit der Hand gut auf Handlänge brechen kann) . Um Brennstoff zu sparen, kann man ausserdem den Topf auch zeitiger von der Flamme nehmen und mit Erde oder Sand angehäuft bis zum Deckelrand das Essen nachgaren. Durch die angehäufte Erde hält sich die Wärme im Topf länger.

Meine Favoriten bei den Davert Pfannengerichten:

Marokko Pfanne

Paella

Provence Pfanne

Madras Pfanne

Hacienda Pfanne

Wer diese Gerichte noch erweitern möchte und gerade nicht auf Gemüse zurückgreifen kann, der kann sich in der Natur bedienen oder aber getrocknetes Gemüse verwenden, welches man sich vor der Reise Zuhause selbst getrocknet hat. Ein sehr umfangreiches Wissen, was essbare Wildpflanzen betrifft vermittelt das im AT Verlag erschienene Buch „Essbare Wildpflanzen“ . Auf dieses Buch werde ich in einem späteren Beitrag näher eingehen.

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